Das war leider etwas zu früh gefreut. Der Verkehr in Melbourne hat so seine eigenen Tücken! Diesmal waren es nicht die hohen Temperaturen, sondern der ungewohnte Linksverkehr sowie ungewöhnliche und nur in Melbourne gebräuchliche Verkehrsregeln, die uns etwas in’s Schwitzen kommen ließen. Doch zu zweit sind wir stark! Mit viel Konzentration schafften wir es dann doch, die Stadt ohne Blessuren am eigenen und auch den anderen Autos zu verlassen! Etwas Unterstützung hatten wir von unseren zwei lieben Hamburgerinnen Gesi und Sophie bekommen, die ja schon lange in ihrem eigenen Auto unterwegs sind und immer den ein oder anderen Tipp parat haben. Die Straße führt tatsächlich direkt entlang steiler Klippen und mit bestem Blick auf das Meer!
Schon auf dem ersten Weg auf der Great Ocean Road kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nun ja, so sehr wir uns beide auf das Autofahren gefreut hatten, hatte man jetzt eher auf dem Beifahrerplatz die besseren Karten :-)
Da es langsam dämmerte machten wir unseren ersten Halt in Torquay, einem kleinen aber feinen Ort an der Great Ocean Road.
Wir hatten uns einen hübschen Parkplatz am Meer ausgesucht, bei dem das Campen wie sonst überall zwar verboten ist, aber den Geschichten zufolge, die wir schon gehört haben, „macht das ja eh nichts, man wird morgens von Rangern oder Polizisten wachgeklopft, aber die sind voll nett und schicken einen nur weg". Na denn, wieso nicht :-) Nachdem sich auch Gesi und Sophie für dieses Nachtlager entschieden hatten, gingen wir ohne weitere Bedenken in’s Bett. Dazu musste abends und morgens immer etwas umgebaut werden, aber wie gesagt, Standard war einmal :-) Unsere großen Rucksäcke platzierten wir auf den Vordersitzen und klappten eine sogenannte „atratze" über die Rückbänke, die man tagsüber als Sitzgelegenheit und Tisch nutzen kann. Wir wollen uns jetzt mal nicht beklagen, wir hatten ja das bessere Modell abgestaubt! Und ganz ehrlich, es ließ sich echt gut darin schlafen…bis der Ranger kam! Irgendwie hatte es ja auch so kommen müssen. Von einem lauten Klopfen am Fenster waren wir promt wach, schauten uns erschrocken an und beschlossen, mal nachzusehen, wer das denn sein könnte. Entgegen aller Geschichten anderer Backpacker ließ der nette Herr Ranger keine Gnade über uns walten und brummte uns direkt einen fetten Strafzettel auf. Weil er uns dann doch recht nett fand, beließ er die Summe statt pro Person nur für eine, machte also einen auf „wei für eins". Das finden wir sonst ja echt gut, wenn es um’s Shoppen geht, diesmal aber gefiel es uns gar nicht…125 Dollar sind dann doch ein ganz schöner Brocken :-) Naja, was soll man machen. Es war sieben Uhr morgens und wir waren müde, also schauten wir dem Herrn Ranger noch hinterher, wie er wegfuhr und legten uns einfach wieder hin :-) jetzt hatten wir ja sozusagen für unseren Schlafplatz bezahlt, also warum nicht auch gleich ganz auskosten :-)
Gleiches gilt
natürlich auch für so einiges. Für uns hieß es „Adieu heiße Duschen" und „Goodbye Privatsphäre"! Geduscht wird eiskalt am Strand mit vielen Zuschauern, wo sich andere nach dem Baden lediglich das Salzwasser abspülen und die Zähne putzt man eh nur noch mit der Plastikwasserflasche in der anderen Hand. Das alles vergisst man dann aber schnell, wenn man an der Great Ocean Road unterwegs ist! Nach dem Supermarktbesuch war es zwar ein bisschen mehr als das, aber was soll’s :-) So genossen wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang, der die Felsen rot leuchten ließ.
machten es uns am Strand von Lorne gemütlich oder fuhren eine bestimmte Strecke zweimal ab, einfach weil es so wunderschön war!
Das unumstrittene Highlight der Great Ocean Road erlebten wir in Port Campbell bei den "12 Aposteln", von denen leider nur noch acht übrig sind.
Und wie gehört es sich für vier Mädls, die den Sonnenuntergang so richtig genießen wollen? Genau: ein paar Schokokekse, dann sind wir glücklich :-)
Als kleines i-Tüpfelchen kamen nach dem Sonnenuntergang ein paar Pinguine aus dem Meer, verschwanden aber bei all dem Blitzlichtgewitter direkt in den Büschen! In Mount Gambier machten wir eine interessante Tour durch Höhlen, was an dem Tag wirklich viel angenehmer war, als sich draußen aufzuhalten! Es war so unglaublich heiß, dass man allein beim Sitzen schwitzte! Irgendwann mussten wir dann aber doch wieder an die Erdoberfläche... gerade am Blue Lake waeren wir am liebsten dirket in's kuehle Nass gesprungen!Aber keine Sorge, diese Packung leerten wir nicht ganz - sagen wir, zum groessten Teil :-)
Beachport war unser naechster Halt.
Auf unserem weiteren Weg kamen wir außerdem an der London Bridge,
wildlebenden Koalas (so sueeeeesssssss :-)!!!!! ),
und der „Bay of Islands" mit ihren vielen wunderschönen und einzigartigen Felsformationen vorbei.
freien Apfelkuchen gab es total verspätet. Als wir am nächsten Morgen um sieben Uhr warteten, um für unsere Outbacktour abgeholt zu werden, wurden wir fast wahnsinnig. Jetzt waren wir so früh aufgestanden und s war keiner da und der Bus hatte Verspätung! Auch die anderen Backpacker kamen irgendwie alle viel zu spät. Auf Anfrage, wie das denn hier alles so abläuft, ging uns plötzlich ein Licht auf! Wir hatten total verpennt, unsere Uhren eine halbe Stunde zurückzustellen!